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Europäischer Protesttag 2026

Europäischer Protesttag am 5. Mai: Inklusion in Nordrhein-Westfalen entschlossen voranbringen

Inklusion ist mehr als ein Ziel - sie muss im Alltag spürbar sein. Zum Europäischen Protesttag am 05. Mai fordert die Landesbeauftragte konkrete Fortschritte für Menschen mit Behinderung in Nordrhein-Westfalen.

05.05.2026

Düsseldorf, 05.05.2026 – Zum Europäischen Protesttag zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderung erklärt die Beauftragte der Landesregierung für Menschen mit Behinderung sowie für Patientinnen und Patienten in Nordrhein-Westfalen, Claudia Middendorf: 

„Inklusion ist ein Grundrecht – aber für viele Menschen in Nordrhein-Westfalen noch immer nicht gelebter Alltag. Ob beim Arztbesuch, auf dem Weg zur Arbeit, in der Schule oder im digitalen Kontakt mit Behörden: Barrieren bestehen fort. Das dürfen wir nicht akzeptieren. 

Die UN-Behindertenrechtskonvention verpflichtet uns, die gleichberechtigte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen in allen Lebensbereichen konsequent umzusetzen. Sie ist ein klarer Maßstab für unser politisches Handeln – auch hier in Nordrhein-Westfalen. Inklusion ist damit nicht nur ein gesellschaftliches Ziel, sondern ein verbindlicher Auftrag. 

Gerade im Gesundheitswesen zeigt sich, wie wichtig Barrierefreiheit und verständliche Kommunikation sind. Patientinnen und Patienten müssen sich darauf verlassen können, dass sie unabhängig von einer Behinderung gleichberechtigt Zugang zu guter Versorgung haben. Dazu gehören barrierefreie Arztpraxen ebenso wie eine inklusive Ausgestaltung von Informations- und Beratungsangeboten. 

Auch bei der Teilhabe am Arbeitsleben und in der Bildung sind weitere Anstrengungen notwendig. Menschen mit Behinderungen stoßen noch immer zu häufig auf strukturelle Hürden. Wir müssen schneller und verbindlicher werden, wenn es um echte Teilhabe geht. 

Nordrhein-Westfalen hat wichtige Maßnahmen auf den Weg gebracht, um Barrierefreiheit zu stärken und Inklusion zu fördern. Diese Schritte müssen wir konsequent weiterentwickeln – gemeinsam mit den Menschen, um die es geht. Ihr Wissen und ihre Erfahrungen sind unverzichtbar. Es gilt mehr denn je: Nichts über uns ohne uns.

Der Europäische Protesttag erinnert uns daran, dass Inklusion kein Zustand ist, sondern ein dauerhafter Auftrag. Ich danke allen Initiativen, Verbänden und Engagierten, die sich tagtäglich für eine inklusive Gesellschaft einsetzen und diesen Anspruch mit Leben füllen. 

Wir werden diesen Weg in Nordrhein-Westfalen weiter entschlossen gehen und die notwendigen Veränderungen gemeinsam voranbringen. Entscheidend ist, dass aus guten Absichten konkrete Verbesserungen im Alltag der Menschen werden. Daran müssen wir uns messen lassen – heute und in Zukunft.“

Pressekontakt:
Jennifer Geminiani
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E-Mail: jennifer.geminiani@lbbp.nrw.de